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Hallo miteinander, mir liegt schon seit längerer Zeit dieses Problem auf dem Herzen. Ich denke viel darüber nach, warum und wie man die Zersplitterung der Kommunisten überwinden kann. In solchen Zeiten ist diese Situation mehr als nur eine Katastrophe. Es gibt so viele soziale Verwerfungen in der Gesellschaften, die einer kontinuierlichen marxistisch-leninistischen Kritik so was von in die Hände spielen könnte - das man ja schon dabei verrückt wird, was die kommunistischen Einheit sich entgehen lässt. Hartz-IV, Finanzkrise,...und was der Imperialismus noch alles zu bieten hat.
Und was die Einheit angeht, gibt es feststellbar viele Gruppierungen, die sich auf ihre absolute Wahrheit berufend die Einheit ablehnen. Dann wiederrum Gruppierungen, die die Voraussetzungen einer Einheit soweit hoch schrauben, was wiederum zwangsläufig dazu führen wird, dass sie unter sich bleiben werden. Und trotzdem werden sie ihre Vormachtstellung in der Kommunistischen "Szene" propagieren und letztendlich zur Sekte verkommen, wenn schon damit nicht gestartet sind.
Es gibt bestimmte Theoretische-Prinzipien, die die Kommunistische Einheit zu eigen machen sollte. Die Frage aber ist, wo beginnen und wo enden diese. Wenn mann sie zu kurz/weit ansetzt, werden die Handelnden für Sekten oder Revisionisten erklärt.
Geschichte Es gibt geschichtliche Prinzipien, wie das Festhalten an dem Bolschewismus bis/nach 1953. Es gibt geschichtliche Prinzipien, wonach die DDR, China, Kuba, Venezuela hochgejubelt werden. Und der Grund hierfür liegt darin, dass die Propagandisten dieser oder jenen "Gruppe" politisch "vorbelastet" sind. Oder ist es z.B. ein Wunder, dass die Mehrheit der Ostler immer noch die DDR hochjubeln? Man stellt also fest, dass jene Meinung über einen geschichtlichen Aspekt nicht theoretisch, sondern vielmehr inidividuell begründet ist. Dieses gilt für jede dieser Gruppen, die entweder die DDR, China, Kuba oder Venezuela als ultima ratio der Kommunistischen Ideologie verkaufen.
Theorie Es ist augenscheinlich, dass die meisten sich Kommunisten nennenden Menschen ihre "Theorie" auf ihren eigenen, dh. individuellen Erfahrungen zusammenschmeissen und sich kritiklos etwas zusammenwürfeln. Nicht anders ist die Zerwürfnis unter den Kommunisten zu erklären. Aber was genau bedeutet dies? Es bedeutet, dass man subjektive Eindrücke in den Fleischwolf schmeisst und das Ergebnis am Ende vermeintlich als eine einheitliche Theorie verkauft. Diese individuellen Eindrücke sind, um damit einem falschen Schluss den Boden zu entziehen, keineswegs falsch. Falsch ist nur der Ansatz, sie für die absolute Wahrheit zu erklären. Jede individuelle Erfahrung muss diskutiert werden - sie muss im gegebenen Fall überdacht, erneuert oder aber auch verworfen werden, weil sie hier und da nicht dazu dienen kann, eine Theorie zu entwickeln, die für sich den Anspruch einer Theorie verlangen. Eine Theorie ist ein gedankliches Kontrukt, mit dem man versucht, ein System zu erklären und folglich zu verändern. Es müssen also alle Facetten den poltischen Lebens beachtet werden und sie dürfen auch nicht unberücksichtigt bleiben - aber der größte Fehler ist, sie alle für Wahr zu erklären. Jeder Kommunist muss also auch in der Lage sein, seinen individuellen Eindruck, seine auf individuellen Erfahrungen sich selbst konstruierte kleine "Theorie" niederzuschmeissen. Das bedeutet selbstkritik. Es ist zwar immer in alle munde, aber die zersplitterung der kommunistischen Gruppierungen widerspricht dem
Die Isolierung überwinden Das gesagte wird wohl in der einen oder anderen Niederschrift zu lesen sein. Ich werde insofern wahrscheinlich nichts neues erzählt haben. Aber es gibt einfach dinge, die man scheinbar, nicht so oft sagen kann - bzw. die immer wieder wiederholt werden müssen.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass die theoretische Auseinandersetzung überhaupt nicht in dem Maße statt findet, als sie nötig wäre, um überhaupt einen Prozess in Richtung "Bildung einer kommunistischen Einheit" anregen zu können. Dieser Prozess zur theoretischen Auseinandersetzung (Und ich rede von Auseinandersetzung und nicht von Propaganda einzelner) kann meines erachtens nur durch die praktische Arbeit katalyisiert werden, durch die folgende theoretische auseinandersetzung unterstützt und wieder und wieder durch die praktische Arbeit im Wechselspiel zu einem gerade hochgeschaukelt werden, an dessen Ende die Bildung einer Kommunistischen Einheit stehen kann.
Praxis Doch der erste Schritt ist die Praxis, die uns zueinanderführt und aus jener Zusammenführung eine lebendige Auseinandersetzung resultiert. Doch was genau ist die Praxis, wo ist der Anknüpfungspunkt der praktischen Arbeit. Es gibt genügend Missstände, die die kapitalistische Gesellschaft produziert. Wir müssen uns diejenigen aussuchen, die das Wesen das Systems ausmachen, um zu einer Systemkritik zu gelangen. Agenda 2010, Hartz iv, finanzkrise und deren verheerenden folgen...etc pp.
Hier müssen wir zusammen anfangen, den Kampf aufnehmen. Und dieser politische Kampf wird begleitet sein von theoretischen Diskussionen, die uns weiter voran bringen sollten - aus denen wir für unsere geschichtlcihen sowie auch theoretischen Differenzen zu einem Mehrwert an Erkenntnis gelangen können.
Der Ansatz ist also zusammenfassend, über den praktischen Kampf die lösung ideologischer Differenzen finden, soweit sie überhaupt theoretischer Natur sind. Es ist illusorisch zu glauben, dass bestimmte Standpunkte von kommunistischen Gruppierungen theoretischer Natur sind. Diese scheinbaren unüberbrückbaren Grenzen können wir nur praktisch sprengen.
[/B]Beginnen wir mit...[/B] der Gründung einer Kommunistischen Aktionsfront, die sich die praktischen Kampf auf die Fahnen schreibt und mit dem daraus aufkommenden Eifer die theoretische Auseinandersetzung sucht, um den politischen Kampf voranzutreiben.
Ich bin gespannt auf eure Gedanken!
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