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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:41 
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Man kann das Schwarzbuch des Kommunismus unter seine Playstation mit Wackelkontakt stellen, dann funktioniert sie wieder.

Playstationbesitzer kennen die Problematik sicherlich.

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:42 
Moderator

Beiträge: 384
Ja, allerdings.

Für alle, die das Problem nicht kennen, umreiße ich es kurz: Der Laser einer Playstation neigt, besonders nach einigen Jahren der Benutzung, dazu, nicht mehr alle CDs problemlos zu lesen bzw. sie überhaupt nicht mehr zu lesen. Es gibt verschiedene Methoden, das zu beheben oder zu beeinflussen. Die billigste sehen wir hier: Man verlagert das Gewicht der Playstation und somit den Einfallswinkel des Lasers, dann liest die Playse die CD wieder besser, bzw. überhaupt.

Für wen's interessiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:42 

Beiträge: 237
Tja, so nutzt man eine schädliche Ausgeburt des Kapitalismus, um eine andere zu betreiben. Tolle Idee!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:43 
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Beiträge: 286
warum sollte die playstation eine schädliche ausgeburt des kapitalismus sein??

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Bild N + A Bild


Bild ich liebe die liebe, die liebe liebt mich. und die, die ich liebe, die liebt auch mich! Bild


Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR, zum 17. Juni 1953:
"Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk."
("Otto Grotewohl - Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik - Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953", Dietz Verlag Berlin, 1954, Band III, S. 436/437)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:43 

Beiträge: 237
Zitat:
warum sollte die playstation eine schädliche ausgeburt des kapitalismus sein??

Mit Hilfe einer virtuellen Realität wird von der objektiven abgelenkt.

Nach dem "game over" gehts ja wieder von vorn los. Das fördert leichtfertiges und unverantwortliches Verhalten auch im realen Leben.

Aggressivität und Rücksichtslosigkeit werden gefördert, denn viele Spiele sind so angelegt, daß der Gegner mit allen Mitteln ausgeschaltet werden muß.

Weiterhin werden Menschen voneinander entfremdet, selbst bei mehreren Spielern, denn sie interagieren ja nicht direkt, sondern über Stellvertreter.

Natürlich sind prinzipiell auch Spiele denkbar, die bewußtes gemeinnütziges Verhalten fördern. Mir sind aber keine bekannt. Außerdem kann man das im täglichen Leben viel besser umsetzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:43 
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Mit den gewaltverherrlichenden PS-Spielen wird das zockende Proletariat auf seine Rolle in der Revolution vorbereitet
Wink
Aber im Ernst: gerade als Kommunist sollte man es sich doch erlauben können damit gelegentlich die Zeit bis zur Revolution totzuschlagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:44 

Beiträge: 237
Zitat:
Aber im Ernst: gerade als Kommunist sollte man es sich doch erlauben können damit gelegentlich die Zeit bis zur Revolution totzuschlagen.

Und wer soll die inzwischen für Dich vorbereiten? Indem Du "Zeit totschlägst", schlägst Du Lebenszeit tot - und nicht nur Deine.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:44 
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Gererell hast du schon recht, aber zum jetzigen Zeitpunkt habe ich keine Möglichkeit irgendwas vorzubereiten, oder bildlich gesprochen: solange der Imperialismus nicht stauchelt habe ich keine Möglichkeit ihn umzustoßen. Wenn ich, zumindest in meiner Umgebung, öffentlich meine politische Meinung äußere werde ich im besten Fall belächelt oder im schlechtesten gelyncht, denn bis der Kapitalismus nicht die Lebensgrundlangen, im weiteren Sinn, des gemeinen Bundesbürgers angreift, wird der nicht auf das hören was ich sage auch wenn ich die Wahrheit sage.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:45 
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Beiträge: 1953
Zitat:
.. denn bis der Kapitalismus nicht die Lebensgrundlangen, im weiteren Sinn, des gemeinen Bundesbürgers angreift, wird der nicht auf das hören was ich sage auch wenn ich die Wahrheit sage.




Optimist - der gemeine Bundesbürger wurde schon vor langer, langer Zeit seiner Hörfähigkeit beraubt. Wink

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:47 

Beiträge: 237
Zitat:
solange der Imperialismus nicht stauchelt habe ich keine Möglichkeit ihn umzustoßen. Wenn ich, zumindest in meiner Umgebung, öffentlich meine politische Meinung äußere werde ich im besten Fall belächelt oder im schlechtesten gelyncht...

Bei wem willst Du mit der Agitation anfangen, wenn nicht beim Erstbesten? Erwartest Du Beifall der Masse und Unterstützung des Staates, bevor Du anfängst, etwas (und ALLES) zu tun? Du bist dumm und feige.

Ich werde mich für diese harten Worte keinesfalls entschuldigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:47 
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Beiträge: 2915
Zitat:
Indem Du "Zeit totschlägst", schlägst Du Lebenszeit tot - und nicht nur Deine.



Das stimmt nur unter der Voraussetzung, daß es einen Unterschied machte, ob er auf die Straße ginge oder nicht. Es macht aber gegenwärtig keinen Unterschied. Die Ursachen für unsere aussichtslose Lage liegen ganz woanders als darin, daß es zu wenig Streetworker gibt.
Man kann nicht Probleme, die die Gesamtheit betreffen, im Kleinen lösen. Und wenn der Fehler im Ganzen und Großen liegt, dann kann er auch nicht im Kleinen gelöst werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:48 
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Beiträge: 628
Danke Numa, mit etwas schlechterem Deutsch wollte ich das so sagen. Wenn ich mich in meinem 10.000 Einwohner Kaff im tiefsten Bayern vor's Arbeitsamt stelle und Flugblätter oder "Rote Fahnen" verteile, die jeder ungelesen wegschmeißt weil sie auf keinen fruchbaren Boden fallen hab ich dem Kommunismus nicht viel geholfen. Wenn jedoch etwas das man als "potentiell revolutionäre Situation" bezeichnen könnte auf der Tagesordnug steht, in der die Bevölkerung beispielsweise duch eine Witschaftskrise für kommunistische Propaganda empfänglich ist bin ich sofort zur Stelle, aber momentan würde ich nur meine Zeit verschwenden. Mag sein dass es in den sog. "neuen Bundesländern" etwas anders aussieht, da die meisten noch eine bessere Gesellschaftsordnung im Hinterkopf haben, weil sie sie selbst erlebt haben, aber hierzulande denkt man bei Sozialismus an Mauerschützen und bei Marxismuns an Geschichtsunterricht; und solange jeder sein Einfammilienhaus und seinen Mittelklassewagen hat oder sich das in Aussicht stellt werden die Leute das auch nicht überdenken!

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:49 

Beiträge: 237
Zitat:
Das stimmt nur unter der Voraussetzung, daß es einen Unterschied machte, ob er auf die Straße ginge oder nicht. Es macht aber gegenwärtig keinen Unterschied. Die Ursachen für unsere aussichtslose Lage liegen ganz woanders als darin, daß es zu wenig Streetworker gibt.
Man kann nicht Probleme, die die Gesamtheit betreffen, im Kleinen lösen. Und wenn der Fehler im Ganzen und Großen liegt, dann kann er auch nicht im Kleinen gelöst werden.

Auf der Straße triffst Du IMMER auf Menschen, welche das Ausmaß der Probleme erkennen und ihre Ursache ahnen. Denen muß man die richtigen Antworten geben - sonst geben z.B. die Nazis oder attac ihre. Die stehen nämlich auf der Straße.

Zitat:
...allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.

Wie sollen die Massen denn von der Playstation aus ergriffen werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:49 
Literat

Beiträge: 2915
Ich bezweifle ernsthaft, ob ich, wenn ich just auf die Straße ginge, mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Menschen träfe, die "das Ausmaß der Probleme erkennen und ihre Ursache ahnen". Aber daß man es ihnen einmal sagen muß, ist ein Argument. Ich habe ja auch gar nicht gesagt, daß man nicht auf der Straße agitieren soll. Ich habe nur gesagt, daß es nicht diese Tätigkeit ist, die die Probleme löst, weil nämlich die Ursachen für unser gegenwärtiges Dilemma woanders liegen. Und dann habe ich einen Gedanken geäußert, der eigentlich jedem Kommunisten in Fleisch unf Blut übergegangen sein sollte, und zwar daß man große Probleme nicht im Kleinen lösen kann.

Es ging - wie gesagt - nicht darum, daß du etwas anders machen sollst. Aber lasse den anderen auch ihr Recht. Deine Formulierung war vollkommen überzogen. Die Sichtweise wäre selbst dann, wenn wir es wirklich fünf vor zwölf hätten und es jetzt darauf ankäme, daß alle Kräfte mobilisiert werden, sehr eingeengt. Aber dann hätte sie wenigstens - aufgrund der politischen Notwendigkeiten - eine gewisse Berechtigung. In unserer gegenwärtigen Lage fehlen aber diese Notwendigkeiten und also wird deine Forderung sogar ziemlich sinnlos.

Es gibt offenkundig zwei menschliche Weisen, auf unsere Lage zu reagieren: Wenn man erkennt, daß eine Tätigkeit ohne Wirkung ist, die Arbeit einzustellen oder eben damit fortzufahren.
Ich persönlich bewundere die Menschen, die sich für den zweiten Weg entscheiden für zweierlei. Zunächst für ihren Kampfgeist und dann aber auch für ihre Fähigkeit, die Realität aus ihrem Blickfeld auszublenden. Ich bewundere diese selektive Wahrnehmung wirklich - denn ich kann das nicht -, aber sie begeistert mich nicht sonderlich, denn ich finde, daß es einen Unterschied gibt zwischen Standhaftigkeit und Trotz. Die griechische Tragödie zum Beispiel kennt keinen Trotz, sondern sie kennt nur das notwendige und unvermeidliche Aufeinanderprallen gegnerischer Parteien. Ein dramatischer Konflikt, der seine Ursache lediglich im einfachen Totz der Figuren hat, ist nicht tragisch.
Was nun die erste Weise, auf die Flaute zu reagieren, betrifft, so besteht hier freilich die Gefahr, in reiner Kontemplation zu enden. Man muß hier also schon deutlich hinzufügen, daß man die sinnlose Tätigkeit zwar einstellt, aber die freigewordene Zeit stattdessen für Sinnvolles nutzt. Und wofür? Selbstverständlich zum Lernen! Wenn man praktisch wenig ausrichten kann, ist die Zeit eben viel besser dazu verwendet, daß man lernt und zwar mit Hinblick auf die künftige Praxis. Jemand nämlich, der immerzu handelt, aber nie was gelernt hat, richtet bei seiner Tätigkeit für gewöhnlich einen großen Schaden an.

Und wie paßt die Playstation hierher? Nunja, ein wenig Freizeit sei wohl jedem von uns gegönnt. Ich selbst habe übrigens weder einen Fernseher, noch einen Videorekorder, noch eine Playstation. Ich verbringe - abgesehen von meinem Studium und meiner großen Leidenschaft, andere Leute zu agitieren - meine Zeit dafür gerne mit der Weltliteratur. Ich hoffe nicht, daß du mir das jetzt verbietest, weil ich ja damit meine und anderer Lebenszeit "totschlage".

Mein Vorschlag für unsere Lage also: Ein wenig Praxis, etwas mehr Theorie und das alles aber niemals ohne Freizeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:50 
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Beiträge: 3986
Zitat:
Für alle, die das Problem nicht kennen, umreiße ich es kurz: Der Laser einer Playstation neigt, besonders nach einigen Jahren der Benutzung, dazu, nicht mehr alle CDs problemlos zu lesen bzw. sie überhaupt nicht mehr zu lesen.



Das ist meines Wissens nach falsch. Die Problematik liegt daran, das nach einer Weile das innere des Gerätes derart warm wird, das die Schiene, auf der sich der Laser bewegt, sich durchbiegt und der Abstand zur CD dadurch zu weit wird. Abhilfen wären das Gerät im Kühlschrank zu betreiben (es gibt Leute, die machen das wirklich) oder die PS einfach auf den Kopf zu stellen. Ein Schwarzbuch kann dabei sicherlich auch gute Dienste leisten.


Zitat:
Mit Hilfe einer virtuellen Realität wird von der objektiven abgelenkt.



Jeder Film, jedes Buch ist gewissermaßen eine virtuelle Realität, wenn man sich richtig hineinversetzen kann.


Zitat:
Weiterhin werden Menschen voneinander entfremdet, selbst bei mehreren Spielern, denn sie interagieren ja nicht direkt, sondern über Stellvertreter.



Gemeinsames Spielen kann durchaus die zwischenmenschliche Kommunikation und das Agieren in Gruppen fördern. ICh verweise dabei auf das Spiel Counter Strike.


Zitat:
Natürlich sind prinzipiell auch Spiele denkbar, die bewußtes gemeinnütziges Verhalten fördern. Mir sind aber keine bekannt. Außerdem kann man das im täglichen Leben viel besser umsetzen.



Man kann auch alles, was Spaß macht verbieten und den ganzen Tag nur noch von Klassenkampf sprechen.

Zitat:
Bei wem willst Du mit der Agitation anfangen, wenn nicht beim Erstbesten? Erwartest Du Beifall der Masse und Unterstützung des Staates, bevor Du anfängst, etwas (und ALLES) zu tun? Du bist dumm und feige.



Du magst ihn als dumm und feige bezeichnen, ich finde den Begriff Realist wesentlich treffender.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:51 

Beiträge: 237
Zitat:
Zunächst für ihren Kampfgeist und dann aber auch für ihre Fähigkeit, die Realität aus ihrem Blickfeld auszublenden.

Wir blenden die Realität mitnichten aus. Wir beurteilen sie nur anders.

1. Ein Irrtum ist, erst "5 vor 12" mit der Agitation und Propaganda im großen Stil beginnen zu wollen, um die Massen zu gewinnen. Wir können uns nicht nur im stillen Kämmerlein weiterbilden, um dann, ohne praktische Erfahrung, als die Lichtgestalten der Revolution die Führung der Massen zu übernehmen. Wir wären dann ein freischwebender Gipfel, zu dem die Masse eine Weile aufblickt, aber von dem sie sich mangels eigener Erkenntnis bei auftauchenden Problemen schnell wieder abwendet. So macht man eine Revolte, aber keine Revolution.

Denn:

2. Der Erkenntnisprozeß ist, wie Du selbst richtig schreibst, langwierig, damit wenigstens die Grundzüge der kommunistischen Weltanschauung nicht nur nachgeplappert, sondern verstanden werden. GERADE WEGEN des derzeit lausigen Klassenbewußtseins des Proletariats ist die Aufklärungs- und Organisationsarbeit JETZT vordringlich. Nicht nur zur Gewinnung der Massen, sondern auch zur argumentativen und organisatorischen Schulung.

Denn:

3. Wir sind noch viel zu wenige, um als führende Kraft wirken zu können. Und wir brauchen nicht nur eine Handvoll "Supersuperkommunisten", sondern auch die personelle Verbindung zur Masse, mehr, wenn auch weniger geschulte Genossen bis hin zu Bündnispartnern, die sich nicht als Kommunisten verstehen. Wir brauchen kein Herde-und-Hirten-System wie die Kirchen, sondern eine Gemeinschaft.

Zitat:
Mein Vorschlag für unsere also: Ein wenig Praxis, etwas mehr Theorie und das alles aber niemals ohne Freizeit.

Die Revolution findet weder ausschließlich noch überwiegend theoretisch statt noch wird sie ausschließlich oder überwiegend theoretisch vorbereitet.


Natürlich muß man seine Kräfte regenerieren. Ich möchte aber eher von Erholung als von Freizeit sprechen. Dafür existieren nützliche, nutzlose und schädliche Möglichkeiten. Ich kann den Nutzen der Playstation nicht sehen, sehr wohl aber den Schaden. Auch bei Büchern kann, muß aber kein Nutzen herauskommen. Es geht nicht um die Abschaffung der Freizeit, sondern um sinnvolle Freizeitgestaltung. Ich persönlich betrachte die Straßenagitation, Veranstaltungen und Lernen als solche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:53 
Literat

Beiträge: 2915
Zitat:
Ein Irrtum ist, erst "5 vor 12" mit der Agitation und Propaganda im großen Stil beginnen zu wollen


Na dann bin ich ja beruhigt, denn diesen Irrtum teile ich nicht. Ich habe auch nie etwas in der Art behauptet. Ich erwarte eigentlich von Leuten, die mit mir diskutieren, daß sie meine Texte genauso gründlich lesen wie ich ihre.

Zitat:
Die Revolution findet weder ausschließlich noch überwiegend theoretisch statt noch wird sie ausschließlich oder überwiegend theoretisch vorbereitet.


Auch zu diesem Satz gilt zunächst, daß es unnötig ist, Ansichten zu widerlegen, die ich nicht geäußert habe. Es reicht vollkommen aus, wenn du die Ansichten kritisierst, die ich niedergeschrieben habe. Von "auschließlich" ist bei mir nämlich nirgends die Rede. Auch nehme ich eine solche Trennung von Theorie und Praxis nicht vor. Indem ich beispielsweise eine Rede halte, leiste ich praktische Arbeit. Aber der Inhalt der Rede ist das Ergebnis theoretischer Arbeit. Im Grunde ist jede praktische Tätigkeit, wenn sie nicht direkte Gewalthandlung ist, die Äußerung von Theorie. Das gilt für das Reden auf Versammlungen oder Kundgebungen, für das Schreiben von Flugblättern oder Artikeln, für das Agitieren auf der Straße, für Fernsehauftritte oder das Abhalten theoretischer Seminare.
Theorie und Praxis besitzen ein eigentümliches Verhältnis. Es ist nicht möglich, einer der beiden das Primat zu verleihen, das heißt, eine Rangordnung zu erstellen. Es kommt mehr darauf an, daß man ihr Verhältnis zueinander - so wie es ist - begreift. Die Theorie ist die Widerspiegelung des Seins im Bewußtsein. Die Praxis ist der vom Bewußtsein gesteuerte Griff in das Dasein. Nur in der Praxis läßt sich schließlich die Welt verändern. Um aber die Welt zum besseren zu verändern, muß man sie erst einmal begriffen haben. Die Theorie steht eben am Anfang, sie ist die Voraussetzung für die Praxis. Eine Theorie ohne Praxis ist bekanntlich immer noch eine Theorie. Eine Praxis ohne Theorie ist aber keine Praxis. Denn es kommt ja bei der Praxis maßgeblich darauf an, was ich tue. Es ist ja doch ein erheblicher Unterschied, ob ich den Leuten erzählte, es käme darauf an, die Ausländer aus dem Land zu jagen oder ob ich ihnen erzählte, die Enteignung des Industriekapitals wäre die Voraussetzung für die Lösung unserer Probleme. Es folgt also die Praxis aus der Theorie und tritt sodann in einen Wechselwirkung mit ihr, weil natürlich die Analyse anhand der Erfahrungen mit der Wirklichkeit immer wieder überprüft werden muß. Ferner muß im revolutionären Zusammenhang eine unangenehme, aber notwendige Arbeit geleistet werden: Die Theorie muß popularisiert (d.i. mehrheitsfähig) werden. Sie muß so modifiziert werden, daß sie allgemein verstanden werden kann. Dabei soll sie nicht ihrer Wesenzüge beraubt werden, wenngleich sie natürlich durch die dann fällige Vereinfachung und Erstarrung enorm an Tiefe verliert. Kurzum, aus einer Theorie wird eine Ideologie. Und genau das ist die Voraussetzung dafür, daß sie massenhaft rezipierbar wird. Diese Arbeit haben Engels und Stalin, jeweils mit Marxismus und Leninismus, geleistet. Und auch bei dieser Arbeit ist wieder der Kopf das hauptsächliche Werkzeug, das die Voraussetzung für die praktische Anwendung schafft.
Es ist ganz kindisch, die Praxis der Theorie entgegenzustellen, weil das gar kein gleichartiges Verhältnis wäre. Die Frage "Wer von euch beiden ist denn nun der ältere?" stellt man Brüdern. Bei einem Vater und seinem Sohne stellt man die Frage nicht, weil das Familienverhältnis selbst schon den Altersunterschied ausdrückt. Und genauso verhält sich das mit der Threorie und der Praxis.

Zitat:
GERADE WEGEN des derzeit lausigen Klassenbewußtseins des Proletariats ist die Aufklärungs- und Organisationsarbeit JETZT vordringlich.


Das ist - allerdings ein liebenswerter - Irrtum. Das Bewußtsein ist - wie wir ja wissen - im starken Maße vom Sein abhängig. Wenn es also um das politische Bewußtsein der Arbeiter so bestellt ist wie heute, dann liegt die Ursache dafür vor allem in ihrer objektiven Lage, d.h. in den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen wir uns alle miteinander befinden.

Ich mache die Ursachen an zwei Stellen aus:
1. die gesellschaftliche Basis betreffend: Der Arbeiter lebt nach wie vor in einem Wohlstand, der weit über dem liegt, was man sonst in der Welt Armut nennt. Das beeinflußt freilich sein Denken. Davon ist auch der Teil des Proletariats betroffen, der hierzulande bereits in Armut lebt, bzw. gegenwärtig dorthin gebracht werden soll - Pauperismus: also die Hartzler, wie ich sie mal nennen will. Auch die Hartzler sind noch reich genug, um nicht umgehend Revolution machen zu müssen. Im Grunde stecken sie in derselben Lage wie die Proletarier, dennoch ist die Teilung zwischen Proletarier und Hartzler wichtig, denn sie stabilisiert die herrschenden Verhältnisse zusätzlich. Zum einen wegen des bekannten "Teile-und-herrsche"-Prinzips. "Wenigstens geht es mir nicht so dreckig wie dem dort." Oder noch mieser: "Den da müssen mir mit durchfüttern". Der andere Mechanismus ist weit weniger bekannt, weil er auch einen peinlichen Umstand enthält. Indem das Kapital diejenigen Arbeiter, die fleißiger sind, die größere Fahigkeiten und weniger Schwächen haben, nach oben hebt, sorgt es dafür, daß unten - also dort, wo der soziale Aufruhr für gewöhnlich ansetzt - vorwiegend Menschen vorhanden sind, die - aus welchen Gründen immer - faul, unfähig und labil sind. Nicht alle Hartzler sind so, aber wenn ich auf das Sozialamt gehe, dann verdeutlicht sich mir, daß man mit diesen Menschen allein nichts bewegen kann. Es geht mir auch nicht darum, den Hartzlern die Schuld an ihrer Lage zuzuschieben. Es geht um den objektiven Prozeß; nämlich, daß es folgerichtig ist, daß bei einer Auslese zuerst die Schwachen durch das Rost fallen und das folglich diejenigen Proletarier, die wir wegen ihrer größeren Fähigkeiten dringend bräuchten, uns fehlen, weil ihre wirtschaftliche Lage sie begünstigt. Die Geteiltheit des Proletariats jedenfalls war zu Marxens Zeiten nicht gegeben und auch zu Lenins Zeiten nicht. Damals war das Proletariat ganz einheitlich in seiner Lage der Armut.
Solange die von mir beschriebenen Umstände sich nicht ändern, wird sich die politische Lage nicht zu unserem Gunsten ändern. Daran ändert dann auch keine noch so intensive Straßenagitation etwas.
2. den gesellschaftlichen Überbau betreffend: Die modernen Medien haben es geschafft, daß Volk an seine PCs und Fernsehbildschirme zu fesseln. Der Mensch ist - und das ist die verrückte Wahrheit - im Zeitalter der modernen Kommunikation isolierter denn je. Seine Meinungsbildung erfolgt praktisch ausschließlich über die Kanäle der Medien. Diese haben es geschafft, den Großteil der sonstigen menschlichen Verkehrsformen zu ersetzen. Fast alle Menschen, die wir heute auf der Straße treffen, sind einer massiven Gehirnwäsche unterzogen worden und haben keine Aussischt, diesem Einfluß zu entfliehen. Es ist sicherlich verheerend für das Bewußtsein der Leute, wenn die BILD-Zeitung ihnen täglich mitteilt, daß nicht der Kapitalist, der großen Reichtum, der aus fremder Arbeit kommt, bei sich anhäuft, auf Kosten andere lebe, sondern der Ausländer oder der Sozialhilfeempfänger. Aber noch weit verheerender als die Wirkung der direkten Propaganda ist die Wirkung der indirekten, also das tägliche "Big Brother", "Oliver Geissen", "DSDS" und wie der Käse sonst noch heißt. Hier wird den Leuten nicht erzählt, dies und das sei so und so. Hier packt man das Problem an der Wurzel, hier wird den Leuten einfach das Denken abgewöhnt. Ein Volk, dem man das Denken abgewöhnt hat, braucht nicht unterdrückt zu werden. So in etwa steht es bei Aristoteles und der kannte die modernen Medien noch nicht einmal. Bei Peter Hacks steht indessen: "Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur." Das ist der nämliche Satz, nur eben ins 20. Jahrhundert verbracht.
Die Wirkung, die die Medien ausüben, ist gewaltig. Der Durchschnittsdresdener trifft Torsten 0,5 mal im Jahr. Die meiste Zeit verbringt er aber damit, sich verblöden zu lassen. Das ist ein Kräfteverhältnis wie es eindeutiger zugunsten des Medienapparsts nicht sein kann. Die herkömmliche "Aufklärungs- und Organisationsarbeit" versagt vor den neuen Phänomenen. Organisationsarbeit, nebenbeigesagt, kann man nur betreiben, wenn man etwas zu organisieren hat. Es gibt nach meiner Ansicht zur Zeit nicht eine kommunistische Partei, die zum Klassenkampf taugt, - nicht eine! Und an dieser Tatsache werden die oben von mir skizzierten Problem wohl kaum ganz unschuldig sein.

In deinem Satz, den ich oben zitiert habe, konstruierst du eine Kausalität, die überhaupt nicht existiert. Beide Ursachenkomplexe, die ich zu beschreiben versucht habe, sind obkjektiv gegeben. Weder werden sie dadurch stärker, daß einer die Playstation benutzt, noch werden sie schwächer, wenn einer sich auf der Straße den Mund fusselig redet. Bekanntlich kann ein Problem nur gelöst werden, indem man seine Ursache beseitigt.
Um es mal zu versinnlichen: Wir stehen vor einem brennenden Haus. Wir haben zwei Eimer und einen Brunnen. Der Brunnen jedoch funktioniert nicht, er ist verstopft. Ich schlage vor, zunächst die Verstopfung zu beseitigen, damit zum Zwecke Wasser fließe. Du schlägst vor, weiter mit den leeren Eimern zum Haus zu rennen und die Zahl Löschgänge zu erhöhen. Ich halte dir entgegen, daß man mit leeren Eimern kein Hau löschen kann. Du entgegnest mir: "GERADE WEGEN des geringen Wassergehalts der Eimer ist eine Verdopplung der Löschgänge JETZT vordringlich."
Mit diesem Sinnbild ist zu deiner Äußerung praktisch alles gesagt, wenn du nicht die Angewohnheit hättest, anderen Leuten zu unterstellen, sie wollten dir deine Freizeitbeschäftigung ausreden. Es geht wie gesagt nicht darum, daß man nicht Agitieren soll. Es wird ja auch gemacht. Du machst es, Daniel macht es. Ich mache es auch - auf meine Weise und an meinen Orten. Nicht die Anderen waren es, die dir etwas verbieten wollten. Du, lieber Torsten, hast hier andere Leute beleidigt mit vollkommen überzogenen und überhaupt ziemlich platten Beschimpfungen. Du hast behautpet, daß sich jeder zum Hilfsfaschisten mache, der nicht deinen ganz persönlichen Irrtum teilt. Du hast deine ganz persönlichen Lebensregeln zum Maß aller Dinge erhoben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:54 

Beiträge: 237
Danke für die tiefgründige Analyse meiner Person. Jeder, der mich kennt, mag sich sein eigenes Urteil darüber bilden. Ohnehin bringen Personendiskussionen nichts - außer das Verhalten der Person selbst - wie Playstationspielen versus Straßenagitation - IST der Diskussionsgegenstand.

Zitat:
Das ist - allerdings ein liebenswerter - Irrtum. Das Bewußtsein ist - wie wir ja wissen - im starken Maße vom Sein abhängig. Wenn es also um das politische Bewußtsein der Arbeiter so bestellt ist wie heute, dann liegt die Ursache dafür vor allem in ihrer objektiven Lage, d.h. in den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen wir uns alle miteinander befinden.


Der wirkliche Irrtum wird in der Formulierung "das politische Bewußtsein der Arbeiter" sichtbar. Der deutsche Durschnittsproletarier existiert bekanntlich nur in Statistiken. Ich habe nie behauptet, Alle erreichen zu wollen.

Aber wer soll denen (selbstverständlich wenigen), die Fragen stellen, die Antworten geben, während ich lieber Playstation spiele? Natürlich sind wir den Medien zahlenmäßig unterlegen. Aber wir haben einen entscheidenden Vorteil: wir sagen die Wahrheit, und die ist für alle erkennbar, die sie erkennen wollen. Möglicherweise erinnern sich Manche erst nach Jahren daran, wie auch ich erst lange nach dem Phrasennachgeplapper in ML den Sinn verstand.

Zitat:
Um es mal zu versinnlichen: Wir stehen vor einem brennenden Haus. Wir haben zwei Eimer und einen Brunnen. Der Brunnen jedoch funktioniert nicht, er ist verstopft. Ich schlage vor, zunächst die Verstopfung zu beseitigen, damit zum Zwecke Wasser fließe. Du schlägst vor, weiter mit den leeren Eimern zum Haus zu rennen und die Zahl Löschgänge zu erhöhen. Ich halte dir entgegen, daß man mit leeren Eimern kein Hau löschen kann. Du entgegnest mir: "GERADE WEGEN des geringen Wassergehalts der Eimer ist eine Verdopplung der Löschgänge JETZT vordringlich."
Mit diesem Sinnbild ist zu deiner Äußerung praktisch alles gesagt, wenn du nicht die Angewohnheit hättest, anderen Leuten zu unterstellen, sie wollten dir deine Freizeitbeschäftigung ausreden.


Dein Sinnbild trifft den Kern meiner Absichten und Vorwürfe in keiner Weise. Es sei denn, Du kannst mir sagen, wie das Playstationspielen die Verstopfung beseitigt, sprich, bessere Voraussetzungen für ihre Gewinnung, Bildung und Führung der Massen schafft. Oder eine beliebige andere Freizeitbeschäftigung, die nicht dem Erwerb weiterer Fähigkeiten oder der eigenen Regeneration dient.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:55 
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Zitat:
Dein Sinnbild trifft den Kern meiner Absichten und Vorwürfe in keiner Weise. Es sei denn, Du kannst mir sagen, wie das Playstationspielen die Verstopfung beseitigt, sprich, bessere Voraussetzungen für ihre Gewinnung, Bildung und Führung der Massen schafft. Oder eine beliebige andere Freizeitbeschäftigung, die nicht dem Erwerb weiterer Fähigkeiten oder der eigenen Regeneration dient.



Das hat ja auch niemand behauptet. Ich denke das wir uns alle darüber einig sind dass jeder Kommunist auch ein Recht auf Freizeit hat welche er mit Lesen, Playstation zocken oder sonstigen Freizeitaktivitäten verbringen kann. Nur weil Playstation spielen die Revolution nicht vorrantreibt bringt es auch nichts es nicht zu tun! Du hörst ja auch nicht zu atmen auf nur weil atmen nicht revolutionär ist.

Zitat:
Der wirkliche Irrtum wird in der Formulierung "das politische Bewußtsein der Arbeiter" sichtbar. Der deutsche Durschnittsproletarier existiert bekanntlich nur in Statistiken. Ich habe nie behauptet, Alle erreichen zu wollen.

Aber wer soll denen (selbstverständlich wenigen), die Fragen stellen, die Antworten geben, während ich lieber Playstation spiele? Natürlich sind wir den Medien zahlenmäßig unterlegen. Aber wir haben einen entscheidenden Vorteil: wir sagen die Wahrheit, und die ist für alle erkennbar, die sie erkennen wollen. Möglicherweise erinnern sich Manche erst nach Jahren daran, wie auch ich erst lange nach dem Phrasennachgeplapper in ML den Sinn verstand.


Ich stelle an der Stelle mal die These auf, dass jemand der zum jetzigen Zeitpunkt Kommunist wird das mit hoher Warscheinlichkeit auch ohne Agitation geworden wäre (womit ich jetzt keinesfalls jemand jemanden angreifen will; jeder der auf der Straße Agitation betreibt hat auch meinen Respekt).
Wenn jemand eine Möglichkeit findet wie man Normalbürger zu Kommunisten macht, nur her damit! Ich kenne keine.
Leider ist die kommunistische Bewegung zur Zeit zu etwas verdammt was, an der Wirkung gemessen, der Passivität ziemlich nahe kommt, aber das ist auch mein Problem und auf keinen Fall meine Schuld.

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:56 
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Zitat:
Ich stelle an der Stelle mal die These auf, dass jemand der zum jetzigen Zeitpunkt Kommunist wird das mit hoher Warscheinlichkeit auch ohne Agitation geworden wäre.



Dem möchte ich gegensprechen. Ohne die konsequente Agitation des Genossen Westphal, übrigens jemand, der oft mit Torsten gemeinsam auf der Strasse steht, wäre ich 1999 sicher nicht in die KPD eingetreten und zum Kommunisten geworden. Ja, zum Kommunisten bin ich erst durch meine Mitgliedschaft in der KPD geworden.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:56 
Möchtegernputschist
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also was eine verbindung zwischen dem SBdK und ner playstation für diskussionen auslösen können..................

nur wenn man playstation hin und wieder spielt, heißt es doch noch lange nicht, dass man sein realitätsbewusstsein verloren hat und die "kommunistische arbeit auf der straße" (vollkommen) vernachlässigt......(sage ich als NICHT-playstationspieler)

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Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kann man mit dem Schwarzbuch d. K. nützliches machen???
BeitragVerfasst: Mi 4. Apr 2007, 21:57 
Literat

Beiträge: 2915
Also, lieber Torsten, ich entsinne mich nicht, deine Persönlichkeit analysiert zu haben. Dafür hätte ich mir gewiß mehr Zeit genommen. Ein interessanter Gegenstand wäre es allemal; habe ich doch eine Vorliebe für das Besondere. Aber es gab hier nunmal keine "Personendiskussion" und ebenfalls ist die Diskussion keine Frage der persönlichen Meinungsbildung, denn daß du beleidigend geworden bist, ist einfach eine Tatsache, derer sich jeder hier erinnert. Warum du es getan hast, ist eine andere Frage, die ich nicht abgehandelt habe.


Zitat:
Der wirkliche Irrtum wird in der Formulierung "das politische Bewußtsein der Arbeiter" sichtbar. Der deutsche Durschnittsproletarier existiert bekanntlich nur in Statistiken.


Allein in meinem Haus leben fünf Stück dieser Wesen, die deiner Auffassung nach nur in Statistiken existieren. Von Gleichschaltung darf im Falle des politischen Bewußtseins unsere Arbeiter durchaus gesprochen werden - übrigens nicht nur der Arbeiter, die ganze Bevölkerung ist gleichgeschaltet. Wer eine bedeutsame Verschiedenheit im Bewußtsein unserer Bevölkerung zu entdecken vermag, sagt damit mehr über den Stand des eigenen Bewußtseins aus als über den der Bevölkerung.
Aber selbst wenn ihr Bewußtsein nicht in eine einheitliche Form gebracht wäre, so ist doch die Formulierung "das politische Bewußtsein der Arbeiter" vollkommen wertungsfrei. Alle Dinge, wie besonders sie immer sein mögen, haben ein Allgemeines. In unserem Fall läßt sich beispielsweise die Verallgemeinerung machen, daß der durchschnittliche Arbeiter keinerlei Begriff von der Lösung seiner und unserer Probleme hat. Woran das liegt, darüber habe ich bereits geschrieben.
Ich kann mir also kaum erklären, warum eine Formulierung, die davon ausgeht, daß man die Bewußtseinslage einer Klasse, die in den gleichen gesellschaftlichen Verhältnissen lebt, auf den Punkt bringen kann, mein "wirkliche Irrtum" sein soll. Darüber solltest du vielleicht besser gleich mit Marx diskutieren, der den "Irrtum", daß das gesellschaftliche Sein das Bewußtsein bedinge, frecherweise in die Welt gesetzt hat. Ich plappere nur nach, was ich bei ihm gelesen habe.

Zitat:
Aber wer soll denen (selbstverständlich wenigen), die Fragen stellen, die Antworten geben, während ich lieber Playstation spiele?


Wie gesagt, ich habe niemals gesagt, daß man nicht Agitieren soll. Ich mache - das können Asmodai und Geni dir bestätigen - den ganzen Tag nichts anderes. Die Voraussetzung eines Agitator ist die Vorstellung, daß die Menschheit gut daran täte, etwas mehr auf ihn zu hören. Da ist es dann ganz nebensächlich, wieviel man damit erreichen kann. Aber du hast einen Irrtum zu Papier gebracht, gegen denn ich einen Einwand erhoben habe, nämlich, daß jemand, der Playstation spiele, Anderer Lebenszeit totschlage, was ich nur so deuten kann, daß du damit meinst, daß einer, der seine Zeit weniger beim Agitieren verbringe die Revolution hemme. Mein Einwand dagegen war, daß dieser Satz nur dann gilt, wenn die Revolution auch wirklich im Anmarsch ist, denn daß die Revolution kommt, hängt nur in sehr geringem Maße von der Agitationsarbeit in der Flautezeit ab, sondern zu allererst von objektiven Bedingungen und schließlich - wenn die gegeben sind - von den subjektiven Bedingungen. Und weiter oben habe ich eigehend beschrieben, daß die subjektiven Bedingungen natürlich ebenfalls von den objektiven abhängen.
Es ging mir von Anfang nicht um die Plastation, von der du offenbar nicht loskommst. Es geht darum, daß deine Formulierung gegen OPC nicht nur übertrieben und beleidigend waren, sondern auch auf Grundlage von Überlegungen, die falsch sind. Wäre es nur um die Playstation gegangen, hätte ich mich sicherlich aus der "Debatte" rausgehalten.


Zitat:
Dein Sinnbild trifft den Kern meiner Absichten und Vorwürfe in keiner Weise. Es sei denn, Du kannst mir sagen, wie das Playstationspielen die Verstopfung beseitigt, sprich, bessere Voraussetzungen für ihre Gewinnung, Bildung und Führung der Massen schafft. Oder eine beliebige andere Freizeitbeschäftigung, die nicht dem Erwerb weiterer Fähigkeiten oder der eigenen Regeneration dient.


Mein Sinnbild war nicht auf die Playstation bezogen, sondern die Versinnlichung meines direkt zuvor geäußerten Satzes "Bekanntlich kann ein Problem nur gelöst werden, indem man seine Ursache beseitigt." Ich pflege meine Texte zu bauen. Das heißt, daß ein Absatz, der an einen anderen anschließt, ohne daß ausdrücklich ein neues Thema eingeleitet wird, sich also auch in der vom letzten Absatz vorgzeichenten Gedankenbahn bewegt. Ich frage mich wirklich, wie man bei einer gründlichen Lektüre meines Textes, auf die Idee kommen kann, mein Sinnbild bezöge sich auf die Playstation.

Nachtrag: Ceterum censio playstationem esse delendam!

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Der Hunsch wars!


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